About

Auf diesem Blog werden in unregelmäßigen Abständen Kommentare und manchmal auch multimediale Beiträge veröffentlicht, die sich mit zeitgenössischen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft befassen. Dabei ist festzustellen, dass die Perspektive, unter der dies geschieht, eine enge Anbindung an die sozialen Kämpfe der Arbeiter_innenklasse und der Subalternen weltweit sucht und kultiviert. Die Botschaften auf diesem Blog sind also alles andere als „objektiv“ oder „neutral“. Zwar steht dahinter immer die Bemühung um Sachlichkeit, Differenziertheit und Undogmatik – aber die Perspektive dieses Blogs fühlt sich intensiv und aus tief empfundener Leidenschaft den Menschen und sozialen Bewegungen verpflichtet, die überall auf der Welt für die menschliche und soziale Emanzipation kämpfen.

 

Dies ist ein libertär-kommunistischer Blog. Unter Kommunismus wird frei nach Marx und Engels die „freie Assoziation freier Individuen“ verstanden. Die Betonung auf libertär/anarchistisch bezieht sich auf die Abgrenzung und Ablehnung von Herrschaft und Hierarchien in jeder Erscheinungsform – sei es nun die Macht von Staaten, Nationen, Kirchen, Unternehmen, kolonial-rassistischen Strukturen, sexistisch-homophober Moraldogmen oder des Patriarchats. Vor dem Hintergrund der globalen Verhältnisse, die permanente Misere, Gewalt, Leid und Verelendung über die Menschen bringen und unser Biosystem verwüsten – verursacht durch ein sich heute vor allem beständig krisenhaft vergesellschaftendes System des Kapitalismus und der bürgerlichen Herrschaft – soll hier viel Raum für Reflexion, Kritik und neue Horizonte eröffnet werden.

 

Doch die Analyse und Kritik bestehender Verhältnisse und das sanfte Herantasten an eine alternative Vergesellschaftung können nicht losgelöst vom eigenen Standpunkt und der eigenen subjektiven Verortung bleiben. Daher ein paar Worte über mich, den Autor dieses Blogs: Ich lebe in Wien, wurde hier in meiner Jugend in der autonomen Linken politisiert, der ich mich nach wie vor verbunden fühle, und bin langzeiterwerbslos. Sporadisch recherchiere und schreibe ich für eine Straßenzeitung zu vielfältigen sozialen und politischen Themen. Aufgewachsen in einer sozialdemokratischen Familie habe ich mich schon während meines Studiums für die Geschichte und politische Praxis von sozialen Bewegungen, besonders in Lateinamerika, und für historische und aktuelle sozialrevolutionäre und emanzipatorische Prozesse zu interessieren begonnen. Derzeit leider hauptsächlich als Cyber-Aktivist unterwegs – durch begeistertes Debattieren und eben auch diesen Blog im Netz aktiv – habe ich mich in der Vergangenheit stärker auch in der politischen Praxis in der antirassistischen Bewegung engagiert.

 

Und ganz zum Schluss noch eine Erklärung, was es mit dem Namensgeber des Blogs auf sich hat: Loukanikos, der mittlerweile leider schon verstorbene Riot Dog aus Athen, trat im Zuge der Krisen- und Antiausteritätsproteste in Griechenland seit 2008 in Erscheinung und geriet dabei sogar in die Scheinwerfer der internationalen Medien. Auf zahlreichen im Internet verbreiteten Fotos lässt sich unschwer erkennen, wofür Loukanikos legendär geworden ist: der Riot Dog tauchte immer wieder an der Seite der Demonstrant_innen auf den Barrikaden von Athen auf und stellte sich unerschrocken und laut bellend im Tränengasnebel den uniformierten Repräsentanten der Staatsmacht entgegen. Charakteristisch für Loukanikos ist also die Liebe für den Ungehorsam und die Rebellion. In unseren Taten, mit denen wir dafür arbeiten, dass unsere Welt zu einem besseren Ort für alle wird, lebt auch Loukanikos weiter.